Turnier in Stargard

Unsere Ringerfalken kämpften beim internationalen Turnier in Stargard, Polen!

Vom Sommerferientrainingslager auf die Matte!

Vom 18. bis 20.09.2026 ging es für zwei unserer Falkenseer nach Stargard in Polen, um am internationalen Turnier teilzunehmen. Robin Kluckow und Charlotte Rossi kamen gerade aus dem Ferientrainingslager und wollten direkt wieder auf die Matte. 

Zuerst stieg Robin in das Turnier ein. Er hatte in letzter Zeit nicht gerade beim Kraftaufbau geschludert und ist dadurch in eine höhere Gewichtsklasse gerutscht. So stand er in der Gewichtsklasse bis 52 kg 8 Kontrahenten gegenüber.

Schon sein erster Kampf hatte es absolut in sich. Über die volle Zeit von 4 Minuten musste er um jeden kleinen Vorteil kämpfen. Erst wehrte er einen Beinangriff ab, konterte selbst und schnappte sich vier Punkte. Dann sprang Robin erneut in die Beine, was der Gegner aber schon erwartet und ihn mit einem Konter warf. 4 Punkte gegen ihn. Daraufhin gelang Robin der gleiche Konter auf einen Beinangriff und eine Rolle, mit dem Gegner. Dieser schaffte es jedoch, nach oben zu kommen und zu spindeln, sodass Robin 4 + 2 Punkte erhielt und der Kontrahent 2 + 2. Und das war erst die erste Hälfte.

Mit 10:8 ging es weiter und Robins Gegner sprang direkt wieder hinein. Robin hatte jedoch nicht geschlafen und nutzte dessen Schwung, um sich selbst zu werfen. 4 Punkte für Robin. Dann sah Robin eine Lücke in der Abwehr, kam an beide Beine des Gegners, konnte ihn aber einfach nicht ausheben. Als sie wieder im Stand waren, schob sein Gegner ihn raus und sprang dreimal in Robins Beine, wobei Robin zweimal patzte. Dann holte Robin aber noch einmal alles heraus, was übrig war und holte sich mit seinem Beinangriff zweimal zwei Punkte. Er ging mit 22:18 in Führung. In den letzten Sekunden schaffte es sein Gegner, ihm noch zwei Punkte abzunehmen, aber Robin blieb stabil und entschied das Duell für sich. 

Der zweite Kampf sah anfangs ganz anders aus. Robin holte sich kontrolliert die Fassart über einen Arm und kam an das Bein seines Gegners, der keinen Ausweg mehr hatte. Gleich darauf zog er Arm und Brust zur Brustquetsche zusammen und warf den Gegner zu Boden. Nach der Führung schaffte es der Gegner, einen Angriff von Robin abzuwehren, doch Robin punktete mit seinem dritten Beinangriff. Mit einem Stand von 5:4 für Robin ging es in die Pause. Doch gleich danach griff Robin wieder an. Er verwandelte einen zu weit entfernten Beinangriff in einen Kopfhüftschwung und erhielt zwei Punkte. Trotz seiner Führung bewies Robin wenig Geduld und startete zwei schwierige Beinangriffe, bei denen er zweimal zwei Punkte verlor. Mit einem Punkt Rückstand und zehn Sekunden auf der Uhr schnappte sich Robin wie zu Beginn den Arm doppelt und sprang in den letzten zwei Sekunden zum Bein des Gegners. Er drehte ihn und erzielte zwei Punkte zum Gong. Robin hatte gewonnen! 

Erschöpft stand er im Finale. Sein Gegner war genauso stark wie er, aber einen Kopf größer. Darauf konnte sich Robin nicht so gut einstellen. Immer wieder verbesserte Robin seine Kampfstellung, patzte dabei aber und rechnete nicht mit der Schnelligkeit des Gegners. Dieser rollte ihn nach dem Beinangriff gleich zwei Mal und hatte schon 4 Punkte sicher. Wacher, aber nicht schnell genug, passierte ihm nahezu das Gleiche und der Kampf war schon vorbei. Auch das gehört zum Ringen.  

Silber für Robin kann sich sehen lassen. Vor allem bei dieser harten Konkurrenz. Eine tolle Leistung!

Am darauffolgenden Tag war Charlotte dran. Da sie noch neu an der Sportschule in Frankfurt(Oder) ist und eine neue Trainerin hat, hätte man denken können, dass sie zu nervös ist. Das zeigt jedoch nicht ihr Ergebnis. 

In der Gewichtsklasse bis 41 Kilogramm traten 13 Gegnerinnen im Alter von Charlotte an, die alle die Goldmedaille gewinnen wollten. Charlotte startete sehr früh in den ersten Kampf. Bereit für den Auftakt wollte sie erst einmal sicher stehen, abwehren und sich auf die Gegnerin einstellen. Doch die Gegnerin ließ keine Sekunde verstreichen und Charlotte reagierte zu spät. Dann sammelte diese Punkt um Punkt gegen Charlotte, ohne eine Pause zu machen. Leider hatte Charlotte hier das Nachsehen und konnte sich aus dieser nachteiligen Position nicht mehr befreien.

Als Kampf Nummer 2 auf der Tafel stand, war Charlotte schon bereit. Dieses Mal griff sie zuerst an und das sehr sicher. Zwei Punkte für sie und die Kontrahentin lag direkt auf den Schultern. Trotzdem diese noch ein bisschen Zeit schindete, hatte Charlotte sie sicher im Griff und gewann durch einen Schultersieg.

Im nächsten Kampf ließ sich Charlotte überrumpeln. Nach einem sicheren Auftritt unterlief ihr ein kleiner Fehler und sie landete direkt auf dem Rücken. Trotz ihrer Gegenwehr konnte sie sich der Gegnerin leider nicht mehr entziehen. Dies war leider das Aus für Charlotte in diesem Turnier, denn nach polnischem System ist man nach zwei Niederlagen immer ausgeschieden.

Somit hat Charlotte ihr erstes internationales Turnier bezwungen und sich den 6 Platz von 14 erkämpft. Eine echt starke Leistung.

Ein erfolgreiches Turnier für unsere Ringer*innen und den TSV Falkensee. Zufrieden kehren unsere Falken in die Heimat zurück.

Ingo Köhler