37. Lauf der Sympathie erinnert an historische Wurzeln und begeistert mit starker Beteiligung
Falkensee/Spandau, 15. März 2026 – Der Lauf der Sympathie hat am Sonntag erneut eindrucksvoll gezeigt, dass er weit mehr ist als ein sportlicher Wettbewerb. Mit seiner 37. Auflage knüpfte die Traditionsveranstaltung an ihre besondere Entstehungsgeschichte an und brachte erneut Bürger*innen aus Falkensee und Berlin‑Spandau zusammen.
Ein Lauf mit historischer Bedeutung
Der Lauf der Sympathie entstand unmittelbar nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989. Inspiriert wurde er von der sogenannten „Brücke der Sympathie“, jenem Fußweg an der Grenze, über den sich Bewohner*innen beider Orte zur Jahreswende 1989/1990 erstmals wieder frei begegnen konnten.
Bereits im März 1990 fand der erste Lauf statt – damals noch unter dem Eindruck der politischen Umbrüche und mit offiziellen Grenzkontrollen, die für die Dauer der Veranstaltung ausgesetzt wurden. Seitdem steht der Lauf symbolisch für das Überwinden von Grenzen und die enge Verbundenheit zwischen Brandenburg und Berlin.
Rekordnahe Beteiligung im Jahr 2026
Rund 1800 Teilnehmer*innen machten die diesjährige Veranstaltung zur stärksten seit der Pandemie. Pünktlich um 11 Uhr startete der 10‑Kilometer‑Hauptlauf an der Stadthalle Falkensee und führte wie gewohnt entlang der historischen Verbindungsroute bis zum Rathaus Spandau.
Organisiert wurde der Lauf erneut gemeinschaftlich vom TSV Falkensee und dem VfV Spandau – ganz im Sinne des verbindenden Grundgedankens, der den Lauf seit über drei Jahrzehnten prägt.
Sportliche Höhepunkte und Erfolge des TSV Falkensee
Der TSV Falkensee war mit zahlreichen Sportler*innen vertreten – von Grundschulkindern bis zu erfahrenen Läufer*innen. Besonders hervorzuheben sind:
- Sieg der schnellsten Grundschul‑Staffel des TSV: 44:12,6 min
- Sieg der schnellsten Oberschul‑Staffel: 46:27,6 min
- Zweiter Platz für Julia Tix in ihrer Altersklasse über 10 km in 45:48,7 min
Beim 5‑Kilometer‑Lauf sicherten sich Sportler*innen des TSV weitere Podestplätze:
- Gesamtsieg durch Luca Mittelstädt (16:15,6 min)
- Altersklassensiege für Raphael Markgraf (20:40,4), Frieda Ternes (22:52,5) und Nina Böhme (23:54,1)
Berlin‑Brandenburgische Meisterschaften erneut in Spandau
Der Hauptlauf wurde auch in diesem Jahr als offene Berlin‑Brandenburgische Straßenlaufmeisterschaft ausgetragen. Die Spitzenleistungen:
- Sieger Männer: Fabian Bock (Berliner SV 1892) – 30:46,6 min
- Siegerin Frauen: Anja Krüger (SCC Berlin) – 35:15,2 min
Natürlich wieder am Start war auch Ronald Fink, Trainer der Leistungsgruppe der Leichtathletik im TSV Falkensee – der als Sportler an allen bisherigen Läufen der Sympathie teilgenommen hat. Seine ununterbrochene Teilnahme seit 1990 macht ihn zu einer festen Größe dieser Veranstaltung und zu einem lebendigen Teil ihrer Geschichte.
Gemeinschaftsgeist bleibt das Herz des Laufs
Trotz aller sportlichen Erfolge bleibt der Lauf der Sympathie ein Ereignis, das vor allem durch seine besondere Atmosphäre lebt. Zahlreiche Helfer*innen und Organisator*innen – viele von ihnen seit Jahren engagiert – sorgten erneut für einen reibungslosen Ablauf und ein herzliches Miteinander entlang der Strecke.
Mit seinem historischen Ursprung, seiner sportlichen Bedeutung und seinem verbindenden Charakter bleibt der Lauf der Sympathie ein unverwechselbares Symbol dafür, wie gemeinsamer Sport Menschen über Grenzen hinweg verbindet.