2M Cup Potsdam

Starker, überzeugender Auftritt unserer falkenseer Ringer in Potsdam!

2M Cup Potsdam den 23.05.2026 bei 30° C hieß es auf die Matte und Kämpfen!

5 Starter unserer Ringerfalken wollten sich bei diesem starken Turnier beweisen. Von Sachsen-Anhalt bis Hamburg kamen 26 Vereine und 217 Starter zusammen. So starteten Paul Hagen, Elias Teske und Leonard Klein in der U10. Während Friedrich Freuer in der U12 und Robin Kluckow in der U14 angriffen.

Paul Hagen

Paul Hagen hatte hart trainiert und war heiß sich zu belohnen. Auch wenn er 130 Kämpfe auf seinen ersten Kampf in der 42 kg warten musste, so war er direkt Feuer und Flamme.

Gleich zu Beginn schlüpfte er unter dem Arm des Gegners durch, schnappte sich dessen rechtes Bein, drehte sich schnell zu dessen Rücken, während er das Bein hochzog. Sein Gegner fiel direkt auf den Bauch. Paul lief schnell auf dessen linke Seite, griff unter dem Arm in den Nacken und drehte ihn auf den Rücken. Ein schöner Halbnelson.

Nach dem Auftaktsieg ging es in Runde 2. Paul legte direkt wieder los, holte sich mit derselben Vorbereitung und den anschließenden Beinangriff das Bein und kam hinter den Gegner um Boden. Gleich nochmal 30 Sekunden später. 4 zu 0 schon und Paul war hinten dran. Dann wollte er eine Brustquetsche probieren, bekam sie auch zu fassen, quetschte seinen Gegner zusammen und rollte ihn mit 2 Punkten. Doch nach der Rolle konnte sich sein Gegner rauswinden und übernahm Paul auf den Schultern. 6 zu 0 Führung und verloren, ist bitter aber den Fehler macht er nächstes Mal nicht mehr.

Kampf drei und Pauls Motivation war ungebrochen. Sicher, kontrolliert, gezielt erarbeitete er sich die bessere Kampfposition und zog seinen Beinangriff eiskalt durch. Auch ließ er keine Sekunde verstreichen, bis er zur Brustquetsche ansetzte und sein Gegner drauf machte (auf den Rücken legte). Direkt verbessert, was im letzten Kampf nicht klappte. Genau sowas will man als Trainer sehen! Eine verdiente Silbermedaille für Paul, der beim nächsten Mal Gold abstauben will.

Elias Teske

Man kann nicht dauerhaft Höchstleistung zeigen und man hat auch mal einen schlechten Tag. Für Elias Teske war dieses Wochenende ein solcher Tag. Schon mit ein paar Bauchschmerzen machten die 30° C in der Halle ihm sichtlich zu schaffen. So verschlief er, wie sonst selten, den Anpfiff im ersten Kampf und fing erst an zu Kämpfen, als sein Gegner den Arm um seinen Kopf schlang und ihn warf. Er landete direkt auf dem Rücken und hatte keine Chance mehr.

Auch der zweite Gegner, der ein viel härter Brocken war, lag ihm einfach nicht. Er kämpfte gut, mit starken Beinangriffen und Abwehr, aber als er in die Beinschraube des Gegners kam, gab es kein entkommen. Da er hier leider schon aus dem Turnier ausschied, kurierte er sich anschließend mit ein paar Studen Schlaf aus. Nächstes Mal läuft es besser.

Leonard Klein

Leonard musste bei diesem Turnier am häufigsten ran, aber das ist er ja langsam gewohnt. Gleich im neunten Kampf des Turniers stand er seinem ersten Gegner gegenüber. Ohne vorher selbstsicher auszusehen, stürzte er sich dennoch genauso in die Beine, hob den Gegner direkt aus und warf ihn auf den Bauch. Ein bisschen Rumprobieren und dann einen Halbnelson und der Gegner lag auf dem Rücken.

Kampf 2 war ein Spiegelbild von Nummer 1. Nur ein anderer Gegner stand vor ihm. Nun wartete bereits der dritte Gegner auf ihn und Leonard kannte diesen bereits. Mit guter Vorbereitung von jedem Angriff und einem hin und her von Leonards Beinangriffen und der Abwehr seines Gegners war die erste Halbzeit direkt rum. Leider hatte der Gegner immer ein paar kleine Punkte bei dem Schlagabtausch eingesteckt. So setzte Leonard, verständlicherweise, in der zweiten Halbzeit alles auf eine Karte und hatte kein Glück. Eine Niederlage für ihn, aber nur anhand sehr filigraner Fehler, die wir bis zum nächsten Mal ausmerzen.

Runde Nummer 4 hat Leonard verschlafen. Den Startschuss verpasst, befand er dich auf dem Bauch und ließ seinen Gegner probieren. Leider zu sicher in seiner Abwehr, geriet er in eine Zangenvariante, die er noch nicht kannte und es war aus.

Nach einer wichtigen Pause ging es wieder an den Start. Den Kampf wollte Leonard nicht abgeben, das hat man direkt gespürt. Keine 30 Sekunden nach dem Pfiff lang sein Gegner zappelnd auf dem Rücken. Platz 5 für Leonard. Von 13 Kämpfern ist das eine sehr starke Leistung.

Friedrich Freuer

Die größte Überraschung im Turnier brachte Friedrich dieses Mal mit. Der sonst schon routinierte falkenseer Kämpfer überzeugte dieses Mal doppelten Beinangriffen. Direkt in Kampf 1 wartete bis der Gegner einen Fehler machte, zog den Beinangriff durch und sammelte Punkte. So ging das eine ganze Weile weiter, bis zum 12 zu 2 und dem Sieg in Friedrichs Tasche.

Auch der Nächste Kampf sah so aus und Friedrich brachte ihn nach 2 Minuten nach Hause. Sauber und solides Ringen, einfach toll anzusehen.

Im dritten Kampf sah Friedrich auch saustark aus. Kontrollierte die Kampfstellung, den Kampf und den Gegner. Doch in einem unachtsamen Moment konterte der Gegner. Diese Situation an sich kannte Friedrich noch nicht und er kam nicht mehr von den Schultern weg.

Dann gings bald in den nächsten Kampf und Friedrich zollte seinem Gegner leider zu viel Respekt, sprang zu früh rein und verlor den Kampf.

Jetzt ging es um Platz 5 oder 6 und hier wollte er zeigen, das er vom Kampf davor gelernt hatte. Sein Gegner rannte nur weg und Friedrich holte sich trotzdem immer die Beine und punktete. Fast gewonnen ging er vorschnell zu einem Griff über und fand sich in der Spindel wieder. Er kämpfte gegen den Gegner an und erst bei 10 zu 9 kam er wieder heraus. Jetzt fand er den doppelten Beinangriff, den er brauchte, brachte den Gegner auf den Rücken und er hatte gewonnen. Platz 5 für Friedrich. Sehr starke Leistung.

Robin Kluckow

Robin stieg in das Turnier saustark ein. 35 Sekunden brauchte er für den ersten Gegner und 30 für den Zweiten. Geduldig wartete er auf die Lücke in deren Abwehr, schnappte sich beide Beine und beendete das Ding entweder im Boden oder mit technischer Überlegenheit.

Kampf 3 würde schwerer werden, das wusste er schon. So stand er einem schon bekannten Gegner gegenüber, aber ließ sich nicht abhalten direkt 2 Punke mit einem Beinangriff zu holen. Nach der Überrasschung des Gegners, stellte dieser seine Kampfstellung besser um und Robin hatte Schwierigkeiten reinzukommen. So holte sein Gegner viele Punkte, doch als es fast verloren aussah, konterte Robin geschickt und der Gegner lag auf den Schultern. Doch nicht lang genug für den Schiedsrichter. Im Anschluss daran patzte Robin leider und unterlag nach Punkten.

So ging es um Bronze für ihn gegen den Kontrahenten aus Potsdam. Beim letzten Aufeinandertreffen hatte Robin gegen ihn leider nach Führung verloren. Das wollte er wieder wett machen. Im Kampf selbst Robin baute sich in der ersten Runde durch gut vorbereitete Beinangriffe einen soliden Vorsprung auf. Das wusste auch sein Gegner und musste mehr riskieren, aber Robin hatte damit gerechnet und sicherte sich den 3 Platz mit einem Schultersieg.

So ging es um Bronze für ihn gegen den Kontrahenten aus Potsdam. Beim letzten Aufeinandertreffen hatte Robin gegen ihn leider nach Führung verloren. Das wollte er wieder wettmachen. Im Kampf selbst Robin baute sich in der ersten Runde durch gut vorbereitete Beinangriffe einen soliden Vorsprung auf. Das wusste auch sein Gegner und musste mehr riskieren, aber Robin hatte damit gerechnet und sicherte sich den 3 Platz mit einem Schultersieg.

So fuhren unsere falkeseer Ringer zufrieden nachhause. Darunter gerade die Trainer, die die Leistung bei dieser starken Konkurrenz extrem stark fanden.

Ingo Köhler