Landesmeisterschaften 2026 in Luckenwalde

Havelländer Sturmfalken erringen erneut Meistertitel

Mitteldeutsche Meisterschaften im griechisch-römischen Ringkampf der U10 & U12

Am vergangenen Samstag trafen sich ca. 120 der Besten 8-12-jährigen Ringer aus 8 Bundesländern im brandenburgischen Luckenwalde, zu den diesjährigen höchsten Titelkämpfen in dieser Altersklasse, im klassischen Stil.

3 der jungen Ringerfalken des TSV, rangen trotz der für sie ungewohnten Stilart mit um die begehrten Titel und Medaillen.

Paul Hagen trat im Limit bis 41 kg der U10 an, in einem nordischen Turnier Jeder gegen Jeden.

Trotzdem er erst im jüngeren Jahrgang ist, war für den Falkenseer der Schritt aufs Treppchen das Ziel. Im ersten Kampf bewegte er seinen Gegner gut und ging zunächst in Führung. Beim einzigen Angriff des Gegners drehte er sich jedoch nicht konsequent genug mit, fiel beim Konter auf die eigenen Schultern und unterlag tragisch. Entsprechend konzentriert ging Paul in den 2. Kampf, schlüpfte einige Male durch und überführte den Gegner in die Unterlage. Weitere Punkte erzielte er durch Ankippen mit der Brustquetsche zum 8:0. Im dritten Kampf musste er sich lange des ruppigen Kampfstils seines Gegners erwehren, konnte dann endlich in der zweiten Runde eine Chance zum Punkten finden und dessen Punktvorsprungs auf 2:4 verkürzen. Paul segelte damit zu Bronze.

Jan Kahrl, welcher seit Beginn des Schuljahres an die Sportschule für Ringer in Luckenwalde geht, stellte sich trotz halbjähriger verletzungsbedingter Wettkampfpause dem hohen Turnier. Gut startete der schlanke Falke in den Wettkampf des 38kg Limits der U12 und schulterte seinen Gegner nach Überführung in die Bodenlage mit der Brustquetsche. Auch den 2. Kampf begann Jan abgeklärt und brachte den Gegner mehrmals in die Unterlage. Bis kurz vor Schluss stand es scheinbar ungefährdet 6:3 für ihn. Dann eine kleine Unachtsamkeit, den Fuß 10cm zu weit nach vorn gestellt und dadurch den Kopf zu weit vorn, das nutzte sein Gegner zum Kopfhüftschwung der bekanntermaßen direkt in die gefährliche Lage führt und in der Folge Jan auf die Schultern zwang. Im dritten Kampf lief es ganz ähnlich. Jan dominiert den Kampf nach Punkten, streift den angesetzten Kopfhüftschwung des Gegners nicht ab und segelt hinterher. Im folgenden Kampf um Platz 5 oder 6 kam Jan bereits im Stand in die Kopfklammer und entkam nicht mehr, bis er auf die Schultern gedrückt wurde. Platz 6 immerhin trotz der langen Wettkampfpause, eine erfolgreiche Standortbestimmung.

Jüngster Athlet unter den Falken war Leonard Klein, welcher im 29 kg Limit der U10 mächtig Aufwind hatte. Gold, so das erklärte Ziel des Sturmfalken aus der Gartenstadt.  Und schon deklassierte er seinen ersten Gegner nach einem zackigen Durchschlüpfer mittels mehrerer Kippen und abschließender Rolle zum technisch überlegenen Sieg 10:0 nach nicht mal 30 Sekunden. Im zweiten Kampf brachte er seinen Gegner in die Rotation und beförderte ihn mit einem Hüftangriff in die gefährliche Lage. 3 Kippen und eine Rolle später war er erneut technisch überlegenen Sieger. Im Finale um Gold herrschte Wirbelsturm, beide Kontrahenten agierten sehr dynamisch. So stand es nach 40 Sekunden bereits 8:8. Leonard behielt jedoch die Oberhand und schulterte seinen Gegner, also fast. Nur der Pausengong rettete Ihn in die zweite Runde. Und der Wind nahm noch mehr zu. Nach einem weiteren hin und her der Punkte bekam Leonard den Gegner zur Rolle gefasst und beendete auch das Finale 21:11 TÜ und wird damit jüngster Mitteldeutscher Meister der U10 des TSV Falkensee.

Ein Ergebnis das sich sehen lassen kann.

Marco Köhler

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Paul (blau) macht ihn mit der Brustquetsche drauf
Leonard (blau) geht mit Schwung in die Rolle
Jan (rot) tritt zum Wurf ran
Jan (Blau) hatte ihn schon fast auf dem Rücken